Pressemitteilung RealEstate

Pressemitteilung

 

Immobiliare Ressourcen als Schlüsselfaktor im digitalen und wirtschaftlichen Strukturwandel deutscher Unternehmen

 
Die Podiumsteilnehmer diskutierten angeregt die aktuellen Themen des Strukturwandels im Corporate Real Estate Management. Auf dem Bild von links nach rechts: Dr. Kevin Meyer, Leiter Akquisition und Entwicklung OFB Projektentwicklung, Professor Dr. Andreas Pfnür, Leiter des Fachgebiets Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre der Technischen Universität Darmstadt, Dr. Daniel Häußermann, CEO Apleona Real Estate, Klaus Kirchberger, Sprecher der Geschäftsführung OFB Projektentwicklung, Dr. Zsolt Sluitner, CEO Siemens Real Estate, Thilo Junkes, Partner TME Consulting GmbH (Bildrechte: TU Darmstadt / Fotograf: Jonas Rau)
Die Podiumsteilnehmer diskutierten angeregt die aktuellen Themen des Strukturwandels im Corporate Real Estate Management. Auf dem Bild von links nach rechts: Dr. Kevin Meyer, Leiter Akquisition und Entwicklung OFB Projektentwicklung, Professor Dr. Andreas Pfnür, Leiter des Fachgebiets Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre der Technischen Universität Darmstadt, Dr. Daniel Häußermann, CEO Apleona Real Estate, Klaus Kirchberger, Sprecher der Geschäftsführung OFB Projektentwicklung, Dr. Zsolt Sluitner, CEO Siemens Real Estate, Thilo Junkes, Partner TME Consulting GmbH (Bildrechte: TU Darmstadt / Fotograf: Jonas Rau)

Immobilienwirtschaftliche Sommerkonferenz der TU Darmstadt mit rund 200 Teilnehmern – digitale und strukturelle Transformation der Unternehmen verändert betrieblich genutzte Immobilienbestände und deren Management drastisch

Darmstadt, im Juni 2018. Zum siebten Mal hat das von Professor Dr. Andreas Pfnür geleitete Forschungscenter Betriebliche Immobilienwirtschaft der Technischen Universität (TU) Darmstadt in Kooperation mit dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und CoreNet Global zu seiner jährlichen Immobilienwirtschaftlichen Konferenz in das Darmstädter Kongresszentrum Darmstadtium eingeladen. Die diesjährige Sommerkonferenz stand unter dem Leitthema „Erfolgsbeitrag des Immobiliensektors zur digitalen und strukturellen Transformation deutscher Unternehmen“ und brachte rund 200 Fachleute, Entscheider und Vertreter führender Unternehmen sowie der Immobilienwirtschaft für den gemeinsamen Austausch zusammen. Ziel war es, aufzuzeigen, mit welchen vielfältigen Möglichkeiten das Management mit Immobilien den Unternehmenserfolg beeinflussen könne. „Digitale und strukturelle Transformation klingt sehr abstrakt. Diesen Begriff möchten wir heute mit Leben füllen“, sagte Pfnür bei seiner Begrüßungsrede zur immobilienwirtschaftlichen Sommerkonferenz. Neben Björn Christmann, der im Namen von CoreNet Global sprach, begrüßte auch Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA), mit einer kurzen Keynote.

Für die Konferenz war es den Veranstaltern erneut gelungen, hochkarätige Referenten zu gewinnen. Es sprachen unter anderem Thilo Junkes, Partner TME Consulting GmbH, Dr. Zsolt Sluitner, CEO Siemens Real Estate, Dr. Daniel Häußermann, CEO Apleona Real Estate, Klaus Kirchberger, Sprecher der Geschäftsführung OFB Projektentwicklung, Brigitte Walter, Vorstand Real I.S. AG und Daniela Reich, Leiterin Real Estate Management Aurelis.

Im ersten Themenblock wurde der Strukturwandel der Immobilienbranche näher beleuchtet, der vor allem durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung und das sich stetig verändernde Nutzerverhalten ausgelöst wird. Hierbei wurde vor allem auf die Notwendigkeit der Flexibilität in allen Arbeitsprozessen hingewiesen. Dr. Zsolt Sluitner machte an dieser Stelle deutlich, dass die Verzahnung mit dem operativen Geschäft ein neuer Aspekt für das Corporate Real Estate Management (CREM) sei und man hierfür die Angebotspalette anpassen und umstellen müsse – immer mit den Wünschen der Nutzer und deren Vorteilen der verschiedenen Services im Vordergrund. Auch Klaus Kirchberger betonte in seinem Vortrag, dass die Branche vom Strukturwandel getrieben sei und man mit den entsprechenden Anpassungsstrategien darauf reagieren müsse. „Aus meiner Sicht sind mehrere Szenarien in der Zukunft möglich. Als Projektentwickler werden wir nur überzeugen können, wenn wir offen und flexibel auf diesen Wandel reagieren und uns frühzeitig damit beschäftigen. Die Herausforderung ist hierbei, dass man die Anforderungen der Nutzer auf der einen Seite hat und die Rahmenbedingungen der Investoren auf der anderen Seite unter einen Hut bekommt.“

Der zweite Teil der Konferenz stand unter dem Thema „Wertbeitrag innovativer Work Space Konzepte in der digitalen und strukturellen Transformation der Corporates“. Hier wurde anhand vieler Beispiele deutlich, dass die Erwartungen der Beschäftigten an die Arbeitsplatzgestaltung sowie die Arbeitsatmosphäre (z. B. Social Places) immer wichtiger werden. Ein nach wie vor großes Thema seien sogenannte Co-Working Spaces. Brigitte Walter ging in ihrem Vortrag auf die Megatrends im Future Office ein. Sie sehe einen Trend darin, dass sich die Arbeitswelten verändern. „Die Prozesse werden arbeitsteiliger, man arbeitet mehr im Team und Innovationen entstehen aus Gruppenleistungen heraus. Aus diesem Grund leisten Bürokonzepte einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung,“ ist sich Walter sicher.

Neben moderierten Reflexionsrunden mit dem Plenum und den Referenten hatten die Veranstalter an diesem Tag auch das Ziel, die Teilnehmer stärker einzubinden. „Wir wollten die Sommerkonferenz noch interaktiver gestalten und alle Konferenzteilnehmer aktiv mit einbeziehen. Diese hatten hierfür die Möglichkeit, über ein Abstimmungstool ihre Meinung zum jeweiligen Thema kund zu tun. Dieses Live-Feedback des Publikums wurde direkt in unsere Diskussionsrunden mit einbezogen,“ erklärte Professor Dr. Pfnür. Die Ergebnisse brachten Erstaunliches zu Tage:

• So stimmten vier Fünftel der Teilnehmer zu, dass die strukturelle Transformation der deutschen Unternehmen ohne einen maßgeblichen Beitrag des betrieblichen Immobilienmanagements nicht zu leisten sei.

• Durch den Strukturwandel in den nächsten zehn Jahren entstehe ein maßgeblicher marktwirksamer Veränderungsbedarf des Immobilienportfolios der Corporates. Dieser betrage nach durchschnittlicher Einschätzung der Konferenzteilnehmer 42 % der aktuell genutzten Flächen. Dies würde bedeuten, dass betriebliche Immobilien im Wert von circa 1.400 Milliarden Euro auf der Transaktionsliste stehen würden.

• Der Faktor „Mensch“ dominiere nach Meinung der Teilnehmer den Strukturwandel der Unternehmen, insbesondere in Bezug auf die Immobilien als physische Orte der Leistungserbringung. Für über die Hälfte der Anwesenden sei der Beitrag des CREM für einen effizienten Strukturwandel genauso wichtig, wie der eines Bereichs Human Resources. 84 % gehen davon aus, dass die Firmen mit besseren Workplace-Konzepten zukünftig einen maßgeblichen Wettbewerbsvorteil im sogenannten „War for talents“ haben werden.

• Ein wichtiger Schlüssel der Zukunftsfähigkeit der Immobilienflächen liege nach der sehr eindeutigen Einschätzung von 93 % der Abstimmungsteilnehmer in der Planungsphase der Gebäude und Portfolien. Hier brauche es zukünftig deutlich mehr Interaktion aller Beteiligten (Stakeholder z.B. sind: Nutzer, Finanzierer, Betreiber) als im betrieblichen Immobilienmanagements bislang üblich.

Ein Dankeschön richteten die Veranstalter an die Sponsoren Apleona, Bayer, Aurelis, TME und Siemens, Drees & Sommer, ZIA sowie Core Net Global, die mit ihrem Engagement das anregende Veranstaltungsformat ermöglicht haben.

Ihren Abschluss fand die Konferenz zu einem Mittsommerfest im Jagdschloss Kranichstein, bei dem sich der intensive Austausch der Konferenzteilnehmer weiter fortsetzte.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Andreas Pfnür

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaft

Hochschulstraße 1

64289 Darmstadt

Fon: 06151/16 24510

Email: pfnuer@bwl.tu-darmstadt.de